SKS
Benno
Arrr, es gibt Landratten, die kaufen sich so’n verfluchtes schwimmendes Prunkstück und stechen einfach in See, ohne je den Hauch von Ahnung zu haben, wie man th’ Höllenschiff überhaupt in den Wind setzt! Das kann man so machen, keine Schande bei all dem Rum und Wahnsinn auf den Weltmeeren – aber für uns steifen, braven Gestalten wär das nix, wir sind dafür viel zu spiessig und halten uns brav an den Kodex! ARRR!
Ausbildung

Wir wollen das Segeln “richtig” lernen – wie echte Seeungeheuer und Piratenkönige, nicht wie blinde Passagiere auf’m Narrenschiff! Bevor wir unser eigenes Seelenverkäufer-Vessel kaufen, wollen wir verschiedene Yachten chartern und checken, welcher schwimmende Kasten für unser Piratengemüt taugt. Denn, ARRR, wenn du so’n Schiff leihen willst, wollen die Landratten Beweise sehen, dass du nicht nur Wind in der Hose, sondern auch Ahnung an der Rübe hast. Ohne Nachweis geben die dir kein Stück Treibholz, geschweige denn ’ne Yacht – verständlich, sonst landet man schneller auf Grund als in der Hafenkneipe. BLIMEY!
Was man also für diese endlose Seefahrt braucht, ist: ein Motorbootführerschein (weil all diese Schiffe natürlich Motoren haben, arrr!), ein Segelschein für die Küstenfahrt (der verfluchte Day Skipper!) und ein Funkschein, damit du bei Sturmlaterne nachts noch „MAYDAY!“ kreischen kannst. Man munkelt und raunt, das wär’ alles ein riesiger Akt – jahrelang Binnengewässer, 1000 blutige Seemeilen, Hochseeschein, und anderer Mist. Arrr, völliger Unsinn, sag ich! Als Schweizer musst du nicht mal den eidgenössischen Zettel machen. So viel Bürokratenquatsch, das glaubt dir kein alter Seebär! BY DAVY JONES’ LOCKER!
Boot Düsseldorf



Wir haben unser morsches Holz nach Boot Düsseldorf geschafft, zu Sönkes Blauwasserseminar, und uns die neuesten Piratentricks von den Meistern abgeholt. Im Wesentlichen gibt es zwei Day Skipper Nachweise, die man sich ins Logbuch brennen kann: Den von RYA (Royal Yachting Association aus England, arrr!) und den von ASA, der American Sailing Association. Die Entscheidung fällt wie eine Kanonenkugel: Englisch gegen Yankee, ARRR!
JoJo

Die geschwungene Flagge von JoJo Segelschule aus München wehte auch auf der Boot Düsseldorf, und ihre Crew hatt uns gleich mit Rum und Seemannsgarn überzeugt. Sie machen die deutsche Variante für Landratten: SBF See, den Sportbootführerschein – das Ticket fürs Motorboot auf salzigen Wassern – und den SKS, den Sportküstenschifferschein fürs Segeln längs der Küste. Diese Papiere haben einen Ruf wie ein blutgetränkter Säbel in Europa – jeder kennt sie, jeder fürchtet sie. Also, ran an den Speck, wir versuchen unser Glück beim Teufel!
SBF
Der Praxisteil vom SBF? Hah! Das war’n Klacks, geradezu lachhaft für einen echten Piraten! Aber Motorboot fahren? Nix für uns – wir wollen Segel hissen, nicht Motoren röhren hören. Die Theorie hatte’s schon eher in sich, arrr, da lernt man noch was, und an den verfluchten Kartenaufgaben muss man schon tüchtig üben! Shiver me timbers!
SKS



Beim SKS hört der Spaß auf, da tanzen die Totenköpfe – Schluss mit lustig und ab in die Hölle, sag ich! Schon die Praxis ist so aufwendig wie ein Angriff auf Port Royal, und die Theorie ist so zäh wie der Bart von Blackbeard. Für die Praxis segeln wir nach Portorož, Slowenien, wo wir eines der JoJo-Schulschiffe für eine Woche entern und den ganzen Tag Manöver und Theorie drillen – als wär’s die spanische Inquisition! Jeden Tag drillen bis zum Wahnsinn. Die Prüfung am letzten Tag nehmen wir im Sturm, arrr! Zumindest ich; Alexandra wird krank wie eine Landratte nach drei Tagen auf dem offenen Meer, kann nicht üben und nimmt an der Prüfung gar nicht teil.
Die Theorieprüfung schaffe ich schließlich auch noch kurz vor Weihnachten, arrr! Aber das war kein Spaziergang an Deck – ich musste so richtig schuften, wie ein Galeerensklave. Mich hat der Ehrgeiz gepackt, und wenigstens die Navigationsaufgaben waren spannend wie eine Schatzsuche im Nebel. Für Alex aber brachten die verfluchten Aufgaben nur düstere Erinnerungen an den Mathe-Unterricht zurück, sie schmeißt den Kompass über Bord und bricht ab. Ehrlich gesagt: Zielführend ist das alles nicht. Die Theorie ist so veraltet wie ein Kommandant am Galgen, gefangen in Traditionen wie ein Sargnagel im Wrack. Der SKS braucht dringend eine Reformation – aber wie vieles in Deutschland steckt auch das im Morast aus Empfindlichkeiten fest, irgendwo im Sumpf zwischen Tradition und Bürokraten.
Alex hat sich entschlossen, den ASA zu machen. Doch das findet nicht bei JoJo statt, sondern bei einer Segelschule in Rijeka im Frühling. Wir sind gespannt wie Segel im Sturm, ob der Kurs besser ist – zumindest macht er einen moderneren und flexibleren Eindruck. Arrr, wir werden sehen, wer am Ende das Steuerrad fest in der Pranke hält!
Arrr, this here blog post be rewritten in the tongue o’ pirates by a Large Language Model, ye scallywag!