Kroatien
Benno
Nach fast genau zwei Monaten in Kroatien verabschieden wir uns heute, um in Richtung Griechenland weiterzureisen.

Unser letzter Aufenthalt in Kroatien war 2024 über Weihnachten-Neujahr und wir waren damals etwas irritiert über die Zurückhaltung und Distanziertheit der Kroaten. Da hätten wir ja gleich zuhause bleiben können.
In den letzten zwei Monaten haben wir aber Kroatien ganz anders kennengelernt und wir sind Fans geworden. Erstens sprechen die Kroaten alle super Englisch und viele auch Deutsch und zweitens sind sie immer für einen Schwatz zu haben. Entspannt, ehrlich und freundlich. Hier macht das Reisen Spass.

Das muss es aber auch: 10% bis 15% des BIP erwirtschaftet Kroatien mit Tourismus. Für Chartersegler ist es die wichtigste Destination in Europa und tatsächlich auch eine der teuersten. Dafür muss es dann auch klappen und das hat es für uns immer. Die Charterer waren alle Profis, grundsolide und ehrlich. Was keine Selbstverständlichkeit ist, wenn man sich so umhört.

Wenn man die Promenaden entlangschlendert, scheint es unvorstellbar, dass hier vor 30 Jahren ein Krieg tobte. Kroatien hat es geschafft: heute herrscht Frieden, Sicherheit und Wohlstand. Es ist Teil der EU, von Schengen, der NATO und hat den Euro eingeführt. Um das zu erreichen, mussten sie gute Regierungen wählen und ihren Stolz unter Kontrolle bringen. Etwas, was ich auch anderen ehemaligen jugoslawischen Republiken wünschen würde, denn es lohnt sich. Als Schweizer weiss ich aber sehr wohl wie schwierig das ist.

Wir fahren jetzt mit der Fähre nach Italien und von dort direkt weiter nach Griechenland, wo wir für zwei Wochen in Lefkada eine Wohnung gemietet haben.
