Österreich
Benno
Nach fast 4 Monaten, zehn Ländern und tausenden von Kilometern sind wir wieder zuhause. Pünktlich zum Start der Sommerferien.

Eigentlich hat sich das nicht nicht so lange angefühlt. Wenn man im Hamsterrad ist und arbeitet, vergeht die Zeit wie im Flug. Wenn man aber monatelang am Reisen ist, Segeln lernt, Menschen und Länder kennenlernt und alle paar Tage an einem neuen Ort aufschlägt, fühlt sich das viel länger an. Wir haben das Gefühl, dass die Segelkurse in Kroatien schon eine Ewigkeit zurückliegen. So viele Sachen haben wir erlebt und Eindrücke aufgesogen. Ich hoffe wir haben nicht schon alles, was wir beim Segeln gelernt haben in der Zwischenzeit wieder vergessen.




Unsere letzten Stationen auf dem Nachhauseweg sind Wien, Salzburg und Garmisch. In Wien verbringen wir gleich eine ganze Woche. Über Wien hab ich nicht so viel zu sagen, mir ist das echt etwas zu protzig. Es hat auch wirklich sehr viele Touristen die in grossen Gruppen herumirren wie Zombies. Ausserdem holen wir uns eine Zuckervergiftung in den Kaffees, die wirklich Weltklasse sind. Angeschnautzt werden gehört hier zum guten Ton. Wir schauen uns sogar die Oper Fidelio von Beethoven an, es war so furchtbar anstrengend, dass wir uns in der Hälfte ausklinken mussten.


Salzburg ist leider komplett Überlaufen, Dichtestress pur. Ab diesem Jahr darf als Tourist nicht mehr mit dem Auto in die Innenstadt gefahren werden, Park und Ride ist jetzt Pflicht. Die Altstadt von Salzburg ist winzig und es quetschen sich Menschenmassen durch die Gassen. Es ist aber schon beeindruckend: Man findet hier zum Beispiel das älteste Restaurant Europas, über 1200 Jahre in Betrieb.

Man findet in Salzburg auch die Konditorei Fürst, welche die Mozartkugeln erfunden haben will. Es zeigt sich aber schnell, dass fast jede Konditorei die Erfindung für sich beansprucht. Wir sind aber natürlich Team Fürst.

In Garmisch besuchen wir eine Studienkollegin von Alex die hier lebt. Es ist jetzt definitiv Hochsaison, totaler Verkehrskollaps, Overtourism vom feinsten. Die Naturschönheit ist aber Atemberaubend.